Videoüberwachung von Beschäftigten: Was muss beachtet werden?


Bei den Aufsichtsbehörden gehen immer mehr Beschwerden ein, in denen es um dass Thema Videoüberwachung am Arbeitsplatz geht. Der Beitrag klärt, was geht und was nicht geht und wie die Videoüberwachung datenschutzkonform durchgeführt werden kann. Der Europäische Datenschutzausschuss hat dazu eigens neue Leitlinien vorgestellt.


Was die Vorgaben des Datenschutzes angeht, haben Arbeitgeber oftmals gute Gründe für die Videoüberwachung ihrer Beschäftigten. Betrugsfälle oder Diebstähle sollen so vermindert bzw. verhindert, Vorfälle aufgeklärt werden. Die Praxis spricht jedoch eine andere Sprache. Die Aufsichtsbehörde kennt bereits über 100 Fälle, die anlassbezogen über 2 Jahre bestanden haben. Festgestellt habe man 42 Verstöße, was die Videoüberwachung zum Spitzenreiter innerhalb der Behörden macht.


Neu sind Vor-Ort-Kontrollen, etwa in der Gastronomie bzw. der Hotellerie. Dabei geht es u. a. um Wechselgeldbetrug bzw. um entsprechende Vorfälle gerade im Kassenbereich. Andere Branchen sind Baustellenüberwachung, Bäckereien oder Gebäudereiniger.

Geht es um die Vorgaben, mit denen Aufsichtsbehörden operieren, müssen die Mitarbeiter deutlich über die Videoüberwachung informiert werden, die Überwachung angrenzender Grundstücke ist tabu, eventuell angebrachte Schilder müssen den Anforderungen genügen.


Berechtigte Interessen werden oftmals nicht klar genug beschrieben. Sie müssen jedoch vorliegen und die Ergebnisse der Videoüberwachung sind zu dokumentieren. Mit einem rein subjektiven Unsicherheitsgefühl lassen sich Überwachungsvorgänge jedenfalls nicht rechtfertigen.Laut Leitlinie der Kommission müssen tatsächliche Anhaltspunkte für eine Gefahr von Leib, Leben oder Sachgüter gelten. Außerdem ist die Verhältnismäßigkeit zu beachten.





4 Ansichten

Fuggerstraße 6

89250 Senden

Montag - Freitag:

09.00 - 13.00 Uhr

14.00 - 18.00 Uhr

0 73 07 . 93 60 40 7

0 73 07 . 93 60 40 8

Notfall: 0176 . 71 14 84 36

Copyright 2020 Contana Datenschutzservice e. K.

Diese Website stellt keine Rechtsberatung gemäß Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) dar, die ausnahmslos Rechtsanwätinnen bzw. Rechtsanwälten vorbehalten ist und ausgeübt werden dürfen. Die Inhalte der Website dienen vielmehr der unverbindlichen Information.

Wir übernehmen deshalb keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.